Leseprobe

Auf dieser Seite haben wir für Sie ein paar Leseproben bereitgestellt, damit Sie sich  eine Vorstellung machen können  in welchem Stil das Buch verfasst wurde.

Der perfekte KarpfenanglerDer perfekte Karpfenangler
Ohne Zweifel: Nicht nur viele unserer Freunde, sondern sicherlich auch sie sind sehr ambitioniert bei der Sache. Sonst würden sie sich ja wohl kaum dieses Buch über das Karpfenangeln anschaffen, beziehungsweise dieses lesen. Gemeint ist damit natürlich, mit der eigenen Karpfenfischerei, Puzzlestück um Puzzlestück, immer ein wenig voran zu kommen. So quasi, nach und nach, ein „perfekter Karpfenangler“ zu werden, der in nahezu jeder Situation auch sein richtiges Näschen unter Beweis stellen wird. Und der natürlich auch über einen vertieften Erfahrungsschatz, über ein ausgefeiltes Wissen um wirklich gute und funktionierende Strategien, die erforderlichen Techniken und das Gerät und auch über perfekte Kenntnisse, was die Herstellung eines  guten Köders anbetrifft, verfügt. Dieser fiktive Angler hat auch immer das nötige Glück, was selbst ein „Alleskönner“ wie er, trotzdem noch nötig hat.

Da dies alles zusammen gesehen in der Realität nur allzu schwer erreichbar ist, wird es den perfekten Karpfenangler wohl niemals geben können, denn dafür ist das Spektrum zu umfangreich und vielfältig. Das Wasser bleibt immer irgendwie undurchsichtig und etwas wirklich Perfektes wäre unmenschlich. Wir müssen uns mit dem Unfertigen, dem ständigen Lernen und der Akzeptanz nicht alles berechnen zu können, abfinden. Glück und Können geben sich die Hand. Wer das akzeptiert und mit seinem Erfahrungsschatz untermauert, sich aber auch einem stetigen Lernprozess nicht entzieht, der wird am Wasser zufriedener und letztendlich auch erfolgreicher fischen. Steigen sie zumindest in der Freizeit doch einfach mal aus der Leistungsgesellschaft aus und berechnen sie nicht alles. Geben sie ihrer Intuition und dem Glück eine Chance!

 

BeispielmontagenMontagen  – die unendliche Geschichte
Was wollen sie nun hören? 30 Seiten mit detaillierten Zeichnungen oder ein paar wenige, die vielleicht ehrlicher sind?  Schauen sie sich doch nur einmal an, wie viele völlig unterschiedliche Montagen an ein und demselben Gewässer zum Erfolg führen. Ob Popup oder Sinker, Riesenhaken an dicker Monofiler oder Minihäkchen an weichem Geflecht – für alles gibt es tolle Theorien und der Dritte benutzt dann ein Kombirig mit mittelgroßem Haken samt Snowman und ist damit zufrieden. Die Realität zeigt aber auf, dass im richtigen Fressrausch beinahe alles funktionieren wird. Zur Not hakt dann selbst ein stumpfes Eisen beim zwanzigsten Anlauf. Solange wir aber – zum Glück – noch nicht wirklich bestimmen können, wie schnell sich der Karpfen beim Fressen bewegt, ob er sich aufrichtet, weiter schwimmt, flüchtet oder aus welcher Richtung er kommt, können wir uns nur an Bewährtem grob orientieren. Wir müssen uns damit begnügen, dass wir nun wirklich nicht jeden Fisch haken werden, der unseren Köder im Maul hat. Und das ist auch gut so! Schon schlimm genug, dass immer mehr Kameras herabgelassen werden, um alles zu entzaubern. Trotzdem fängt Danny Fairbrass wohl auch nicht jeden Karpfen, denn auch er kann die Dichte des Wassers nicht verändern. Denn selbst der schärfste Haken am kürzesten Rig und einem Bleigewicht der Kiloklasse wird nicht greifen, wenn der Fisch sich kaum beim Fressen bewegt. Der ganze Maulapparat ist nämlich so konstruiert, dass alles nicht Fressbare nachträglich ausgestoßen werden kann. Und da gehört unser
Haken nun mal auch dazu! Da können sie über das Vor- und Beifüttern schon wesentlich mehr zur Effektivität ihrer Montagen beitragen

ZielfischeZielfische
Der Mensch braucht Ziele. Träume, die ihn Zukunftsperspektiven entwickeln  lassen und ihm auch über schwierige Zeiten hinweg helfen. Wer diese Wunschvorstellungen nicht mehr aufbaut, der wird oft auch in der Gegenwart unglücklich sein. Ob wir die Wunscherfüllung nur durch Glück , Einbildung  oder doch durch unseren Willen erreichen, ist für mich eigentlich nebensächlich. Entscheidender ist da der rote Faden im Leben, den wir automatisch aus solchen Wunschträumen spinnen. An ihm kann man sich festhalten, zu ihm zurückkehren und – eine enge Flechtung vorausgesetzt – auch wieder aufrichten. Noch vor einigen Jahren erschien es mir absurd, konkrete, individuelle Fische als Ziel auszuwählen. Doch nun bestimmen sie für mich häufig jede Fahrt zum Wasser. Das Bild eines bestimmten Fisches im Kopf treibt mich raus, es bringt mich auch bei schlechtem Wetter noch abends aus dem Wohnzimmer. Unnahbar erschienen mir früher die riesigen Kanalflächen, auch wenn einzelne Fische immer wieder auftauchten. Doch durch das intensive Fischen, weiteren Kontakt zu einem immer größer werdenden Kreis an Karpfenanglern, den Besuch neuer Gewässer und das entsprechende Zeitkontingent während meines Studiums, wurde plötzlich eine neue Tür in diesem wunderbaren Hobby aufgestoßen. Nun ist es eine eigene Passion im Hobby.